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Gerbstoffe Schriftzug

Gerbstoffe (Tannine)

Kurzdefinition

Gerbstoffe sind pflanzliche Naturstoffe mit einer stark adstringierenden (zusammenziehenden) Wirkung. Sie reagieren mit Eiweißen auf Haut und Schleimhaut und verändern deren Struktur. Dadurch entsteht ein trockener, fester Schutzfilm, der das Gewebe unempfindlich macht und Krankheitserregern den Nährboden entzieht.

Vorkommen

Besonders reich enthalten in: Eichenrinde, Blutwurz (Tormentill), Walnussblättern, Brombeerblättern, Hamamelis, Frauenmantel und Schwarzem Tee (wenn er lange zieht).

Eichenrinde besitzt Gerbstoffe
Pflanzliche Gebstoffe

Wirkung auf den Körper

  • Zusammenziehend: Dichtet Haut & Schleimhäute ab („Leder-Effekt“).

  • Antimikrobiell: Bakterien und Viren können nicht mehr ins Gewebe eindringen.

  • Entzündungshemmend: Schwellungen gehen zurück, Rötungen klingen ab.

  • Schmerzstillend & Juckreizlindernd: Durch die Abdichtung der obersten Schicht.

Innerliche Anwendung

  • Akuter Durchfall

  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum (Gurgeln)

  • Leichte Magen-Darm-Reizungen

Schwarztee enthält Gerbstoffe

Äußerliche Anwendung

  • Nässende Ekzeme und Hautausschläge

  • Hämorrhoiden (als Sitzbad)

  • Übermäßiger Fußschweiß

  • Leichte, oberflächliche Wunden

  • Juckreiz (z. B. bei Insektenstichen)

Gerbstoffe der Eichenrinde

Wichtige Hinweise

  • Austrocknung: Nicht dauerhaft großflächig anwenden, da die Haut sonst zu stark austrocknet.

  • Wechselwirkung: Gerbstoffe können die Aufnahme von Medikamenten und Mineralstoffen (insb. Eisen) im Darm behindern. Zwischen der Einnahme sollten 1–2 Stunden liegen.

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