Polyine

Kurzdefinition:
Polyine sind natürliche Pflanzenstoffe aus der Gruppe der ungesättigten Kohlenwasserstoffe, die mehrere Dreifachbindungen in ihrer Molekülkette besitzen und für viele der schützenden Eigenschaften bestimmter Heilpflanzen mitverantwortlich sind.
Sie gehören zur übergeordneten Stoffgruppe der Polyacetylene.

Eigenschaften:
Polyine sind chemisch reaktiv, licht- und wärmeempfindlich und kommen meist nur in frischem oder schonend verarbeitetem Pflanzenmaterial in höherer Konzentration vor.

Wirkung / Bedeutung im Pflanzenkontext:

  • antimikrobiell (gegen Bakterien und Pilze)
  • entzündungshemmend
  • teilweise antiviral
  • zellschützend
  • beitragen zum scharfen, bitteren oder leicht stechenden Geschmack mancher Pflanzen

In Pflanzen dienen Polyine vor allem als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde, Mikroorganismen und Umweltstress.

Vorkommen (Beispiele):

  • Möhrengewächse (z. B. Karotte)
  • Doldenblütler wie Giersch
  • Korbblütler wie Beifuß
  • auch in Löwenzahn und verwandten Wildpflanzen

Alltagsübersetzung:
Polyine sind so etwas wie die „chemischen Schutzschilde“ vieler Wildpflanzen – klein, unsichtbar, aber wirkungsvoll.