Flavonoide

Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die Pflanzen vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen. Sie wirken unter anderem als Farbstoffe, UV-Filter und natürliche Abwehrstoffe gegen Krankheiten und Fraßfeinde. Für den Menschen sind Flavonoide besonders wertvoll, weil sie antioxidative, entzündungshemmende und zellschützende Eigenschaften besitzen.

Im Körper helfen Flavonoide dabei, freie Radikale zu neutralisieren. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen entstehen unter anderem durch Stress, Umweltgifte oder Entzündungsprozesse und können Zellen schädigen. Flavonoide unterstützen so den Schutz der Zellen, der Blutgefäße und des Immunsystems.

Viele Flavonoide beeinflussen zudem die Durchlässigkeit und Stabilität der Blutgefäße. Dadurch tragen sie zu einer besseren Durchblutung bei und können helfen, das Herz-Kreislauf-System zu stärken. Einige Flavonoide wirken außerdem leicht antibakteriell und antiviral.

Typische Pflanzen mit hohem Flavonoidgehalt sind Löwenzahn, Holunder, Weißdorn, Schafgarbe, Kamille, Brennnessel sowie viele Beeren, Blüten und Wildkräuter. Besonders reich an Flavonoiden sind farbintensive Pflanzenteile wie gelbe Blüten, rote Beeren oder dunkle Blätter.

Flavonoide werden am besten aufgenommen, wenn die Pflanzen möglichst frisch, schonend verarbeitet oder roh verzehrt werden. Hitze, lange Lagerung und industrielle Verarbeitung können ihren Gehalt deutlich verringern.

Flavonoide gehören zu den wichtigsten natürlichen Schutzstoffen in Pflanzen und spielen eine zentrale Rolle für die gesundheitsfördernde Wirkung vieler Wild- und Heilpflanzen.