Carotinoide
Carotinoide sind natürliche Pflanzenstoffe, die Pflanzen ihre gelben, orangefarbenen und rötlichen Farben verleihen. Sie kommen vor allem in Blüten, Früchten, Blättern und Wurzeln vor und schützen Pflanzen vor zu starker Sonneneinstrahlung und oxidativem Stress.
Für den menschlichen Körper sind Carotinoide wichtige Schutzstoffe. Sie wirken antioxidativ, das heißt, sie helfen dabei, freie RadikaleFreie Radikale sind instabile Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Dadurch sind sie besonders reaktionsfreudig und versuchen, sich dieses fehlende Elektron aus ihrer Umgebung zu Mehr abzufangen und Zellen vor Schäden zu bewahren. Dadurch unterstützen sie unter anderem das Immunsystem, die Hautgesundheit und den Zellschutz.
Einige Carotinoide – allen voran Beta-Carotin – können im Körper in Vitamin A umgewandelt werden. Vitamin A ist essenziell für das Sehen, insbesondere für das Dämmerungssehen, sowie für gesunde Haut und Schleimhäute. Andere Carotinoide wirken unabhängig davon entzündungshemmend und gefäßschützend.
Carotinoide kommen sowohl in farbintensiven Pflanzen wie Karotten, Kürbis, Hagebutten und Sanddorn vor als auch in grünen Pflanzen wie Löwenzahn, Spinat oder Brennnessel. In grünen Blättern sind sie zwar vorhanden, werden aber vom ChlorophyllChlorophyll ist der grüne Farbstoff der Pflanzen und die Grundlage allen pflanzlichen Lebens. Ohne Chlorophyll wäre keine Photosynthese möglich – jener Prozess, bei dem Pflanz Mehr überdeckt.
Damit Carotinoide gut aufgenommen werden können, benötigen sie etwas Fett. Schon kleine Mengen pflanzlicher Öle oder Nüsse reichen aus, um ihre Bioverfügbarkeit deutlich zu verbessern. Schonende Zubereitung und frische Pflanzen erhalten ihren Gehalt am besten.
Carotinoide zählen zu den zentralen Pflanzenstoffen, die zur Schutz- und Heilwirkung vieler Wild- und Heilpflanzen beitragen.
